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Starke Leistung gegen Köln

Am Samstag hieß es endlich wieder "Derbytime" auf dem Rugbyplatz Rheinaue. Beide Teams waren bereits vor dem Heimspiel motiviert bis in die Haarspitzen: Köln ließ per Facebook verlauten, man wolle im Derby "ein deutliches Ausrufezeichen" setzen, während die Löwen hochmotiviert waren, zum ersten Mal seit mehreren Jahren ein Derby gegen Kölns erste Mannschaft zu spielen.

Und so gab es auch kein langes abtasten: Köln setzte sich vom Ankick weg in der Bonner 22-Meter-Zone fest und stand sich vor allem selber im Weg oder scheiterte an der stark eingestellten Bonner Verteidigung. Es dauerte bis in die achte Spielminute, bis Bonn das erste mal nennenswert in Ballbesitz war. Doch von da aus arbeiteten sich die Hausherren kontinuierlich in die Hälfte der Domstädter. Nach einem Gedränge nahe der Kölner Mallinie dauerte es dann sieben Phasen, bis sich Jens Kauer unter den Malstangen ins Malfeld der Gäste tanken konnte, um im Anschluss selber zum 7:0 zu erhöhen (12.Minute). Nahezu im Anschluss gab Schiedsrichterin Annabell Hansmeier dann eine gelbe Karte wegen hohen Tackles gegen die Kölner (14.). Doch wer dachte, dass die Löwen diese 10 minütige Überzahl nutzen würde, sah sich getäuscht: Vielmehr konnte Köln vor allem auf den Flügeln immer wieder Nadelstiche setzen, ohne jedoch zu Punkten zu kommen. Kaum war die erste gelbe Karte gegen Köln abgelaufen, machten sich die Gäste das Leben mit einer weiteren gelben Karte schwer. Doch auch hier zeigte Bonn zwar einige offensive Aktionen, nennenswerter waren allerdings die der Kölner, die zunächst scheinbar zum Versuch ablegten, welcher aber nicht anerkannt wurde, da der Ball von der Bonner Verteidigung hochgehalten wurde. Nur zwei Minuten später kam Köln dann allerdings noch mit Wucht zum erhöhten Versuch und dem damit einhergehenden Ausgleich (31.). Der Rest der ersten Hälfte war dann vor allem von kleinen Fehlern auf beiden Seiten geprägt, die der jeweils andere allerdings nicht in Zählbares umwandeln konnte.

Gleich den Beginn der zweiten Hälfte verschliefen die Löwen dann und kassierten gleich nach 90 Sekunden auf dem linken Flügel den nicht erhöhten Versuch zum 12:7 für Köln (42.), und verloren dann auch noch Kicker Kauer für 10 Minuten nach einer gelben Karte (43.). Während der folgenden Unterzahl fanden sich die Löwen zur Großzeit zwar in einer Defensivschlacht wieder, meisterten diese jedoch heroisch ohne Gegenpunkt. Kaum war Kauer jedoch wieder auf dem Feld, zeigten die Kölner eine sehenswerte Kombination auf dem rechten Flügel und liefen zum dritten kölschen Versuch des Tages ins Malfeld ein. Inklusive Erhöhung stand es nun 17:7 für Köln (55.). Für Bonn war dies allerdings der Weckruf, und so startete man einen Sturmlauf auf das Kölner Malfeld und wurde mit mehreren Straftritten belohnt, mit denen man immer wieder wertvolle Meter machen konnte, ohne dabei zunächst zählbares zu holen. Einen dieser Straftritte nutzte dann allerdings Kauer, um die Löwen wieder auf Versuchdistanz heranzubringen, und so stand es in der 65. Minute nur noch 17:10. Nachdem Köln dann in der 72. Minute die dritte gelbe Karte des Tages kassierte wuchs der Bonner Druck immer weiter an, und Kauer scheiterte mit einem weiteren Straftritt nur knapp. Zwei weitere Bonner Straftritte wurden von Benedikt Liermann nah der Mallinie im aus platziert, die folgenden Gassen waren jedoch zu ungenau, und so konnte Köln mit einer starken Verteidigung den Sieg über die Zeit bringen.

Mit der knappen 17:10 Niederlage sichern sich die Löwen vielleicht sogar etwas überraschend den Defensivbonuspunkt und sehen sich gewappnet für das Heimspiel gegen den RC Walferdange in der kommenden Woche.

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