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Nachruf für Reiner C.

Ende November 2016 ist mit Reiner ein wichtiger Teil unseres Vereins von uns gegangen. Ein Nachruf:
 
Lieber Reiner,

Du hast uns viel zu früh verlassen. Abberufen in die Mannschaft da oben. Verstärkst nun die Rugbytruppe um Heinz Kücherer, Willi Blanckenheim, Fetti, Felix, René Rierry, Christian Tuchel und Christoph Wargin. Uns wirst Du fehlen, als eine konstante Größe, beim OLD Boys Training und vor allem in der so wichtigen Vertragerunde. So lange wie Du war bisher kein Rugbyspieler in Bonn aktiv, von Deinem Eintritt in den Verein 1969 bis zu Deiner Abberufung zu denen da oben, also 47 Jahre, hast Du immer aktiv am Rugbyleben teilgenommen. Du hieltest als einer der wenigen alten Säcke mit den Jungen engen Kontakt und das auch auf dem Trainingsplatz. Du warst oft einziger Vertreter der alten Garde auf Sommer- und Winterfesten präsent. Davor hatte ich immer großen Respekt. Als Bauhelfer für 3,27DM/Std. haben wir uns 1968 auf der Baustelle des Bonn Centers kennengelernt. Deine lange Haarpracht reizte damals so manchen, wie die Bauarbeiter Dich mit „Hallo Jesus“zu grüßen, der Konter von dir, mit deiner sagenhaften Schlagfertigkeit: „soweit alles klar Maria?“.

Mich hast Du 1970 zum Rugby gebracht. In unendlich vielen Spielen lernte ich deinen unerbittlichen aber immer fairen Einsatz im Spiel kennen. Du warst bis auf die 2. Reihe auf allen Positionen einsatzbereit und hast durch harten Kampf bis zur letzten Minute überzeugt. Und wenn so manches mal durch uns andere Hitzköpfe die Fäuste flogen, bliebst du stets besonnen und hast schlichten eingegriffen. Auch in der dritten Halbzeit war auf Dich verlass, wie auf dem Spielfeld warst du auch an der Theke hart aber besonnen. Nie habe ich dich wanken gesehen, wenn andere Schlagseite hatten warst du da und hast sie gestützt. Ich habe einige Male von deiner Fürsorge profitiert. Ich erinnere mich, dass wir kurz vor einer Paristour bei Felix dessen geliebten Aufgesetzten vernichtet haben. Du hast mich nach Hause gefahren, bei mir drehte sich alles und der Aufgesetzte fand sich plötzlich im Fußraum deines Käfers wieder, du hast nur gelacht und dich gefreut, dass es mir danach besser ging.

Hast du etwas angepackt, wurde es von dir mit bewundernswerter stoischer Konsequenz und vollem Einsatz bearbeitet. Vor der Homepage-Zeit. hatten wir mal eine Vereinszeitung, „der Versuch“. Du hast sie lange Zeit redaktionell betreut, das bedeutet Fotos machen, Artikel schreiben, kopieren, schneiden, heften, verteilen. Auch die 2. Mannschaft funktionierte bestens, als Du für sie verantwortlich warst. Als wir endlich, dank René, den alten Kindergarten von der Stadt an unseren Rugbyplatz gestellt bekamen, warst du einer der Alten, die an vielen Wochenende daraus ein Clubheim gezimmert haben. Du warst da, immer pünktlich und zuverlässig und das, obwohl du nie eine Uhr besessen hast.
Die vielen Jahre in deinem Job beim Sozialamt der Stadt Bonn haben dich viel Kraft gekostet, weil du auch da gradlinig und prinzipientreu gearbeitet hast.

In deiner kämpferischen Art bist du den ersten Krebs angegangen und konntest ihn klein halten. Dann kam aber ein übermächtiger Gegner, wie die All Blacks, hier warst du ohne jede Chance, du konntest nicht gewinnen.

Lieber Reiner ich danke dir für die vielen schönen Zeiten, die Motorrad- und Rugbytouren, die dritten Halbzeiten und Erlebnisse mit dir, die vielen Stunden die wir gelacht, getrunken, Currywurst gegessen und Blödsinn gemacht haben.
Dieter

Mitglieder

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